Email  zurück zur Homepage  eine Stufe zurück
Auftrittsverbote Zensur
Auftrittsverbote in Deutschland
selten, aber trotz Grundgesetz verbreitet
Hippler Deutsche katholische Bischofskonferenz untersagt Pfarrer Stefan Hippler Lesungen aus seinem
Buch: Gott, Aids Afrika

Regisseur Volker Lösch und Dramaturg Stefan Schnabel erarbeiteten – erzwungen aufgrund des Verbots des Schauspiels "Die Weber" von Gerhart Hauptmann (Einspruch von verschiedener Seite) – eine Hauptmann-freie Version inklusive einer Parodie auf die Talkshow der Sabine Christansen. In deutschen Talkshows werden die Politiker hofiert, seitdem Helmut Kohl durchsetzte, daß nur ihm genehme Fragen gestellt werden durften. SZ, 17.2.2005, S. 15. Vergleiche das nachfolgende Buch:
Bei Amazon nachschauen  
rossum rossum Walter van Rossum: Meine Sonntage mit 'Sabine Christiansen'. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2004 Broschiert
Das Berliner Landgericht wies den Antrag des Staatsschauspiels Dresden, weitere Aufführungen von Gerhardt Hauptmann: "Die Weber" zu ermöglichen, zurück. SZ, 26.11.2004, S. 16
Das Landgericht Berlin untersagte dem Dresdner Staatsschauspiel die Aufführung der Inszenierung von Gerhart Hauptmanns »Die Weber« vom 24.11.2004. Untersagt wurden Chorszenen, in denen der Bundeskanzler beschimpft und Sachsens Ministerpräser Georg Milbradt als »dumme Sau« bezeichnet wird. Ein Besoffener darf auf der Bühne nicht sagen: »Wen ich sehr schnell erschießen würde, das wäre Frau Christiansen, weil sie so oft die Chance gehabt hätte, eben diese Leute auch wirklich zu schlagen, diese ganzen alten, blöden Männer.« Geklagt hatte die Felix Bloch Erben GmbH: gemäß eines Vertrags mit dem Dresdner Staatsschauspielhaus sind Änderungen des Originaltextes schriftlich zu dokumentieren und mit dem Verlag abzustimmen. Regisseur Volker Lösch wollte das sozialkritische Drama mit Aussagen von Bürgern aktualisieren und befragte dazu die Laiendarsteller. Nach Dramaturg Stefan Schnabel war das Verfahren mit dem Verlag abgestimmt. weberJunge Welt 25.11.2004; OVB 25.11.2004, S.47
Der Fußballprofi Stefan Effenberg wagte es im Playboy-Interview zu sagen, vielen Arbeitslosen gehe es so gut, dass sie keine Lust mehr hätten, früh aufzustehen und bis abends zu buckeln. SZ, 20.4.2002, S.1. Aufgrund dieser Meinungsäußerung strich ihn Trainer Ottmar Hitzfeld vom FC Bayern aus dem kader (Münchner Merkur, 22.4.2002, S.1). "Heutzutage muss man jedem Spieler fast vorschreiben, dass sie jedes Interview der Pressestelle vorlegen, aber das ist eine traurige Entwicklung", meinte der Trainer. SZ, 23.4.2002, S.35
Nur unter starkem Polizeiaufgebot fand das erste Gastspiel Corpus Christi im Staatstheater Kassel statt. Der Intendant Christoph Nix erhielt Morddrohungen und Missfallen der Landesregierung (CDU). Das Gastspiel war in Ulm und anderen deutsche Städten abgesagt worden. (Leider schreibt die SZ nicht durch wen abgesagt wurde und warum). Süddeutsche Zeitung, 28.6.2000, S.19
Christliche Fundamentalisten wollen mit radikalen und rassistischen Argumenten eine sofortige Absetzung des Theaterstücks Corpus Christi erzwingen: Drohbriefe, Bomben- und Mordankündigungen gegen den Theaterintendanten Klaus Wagner und den Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach. Deutsche Erstaufführung des Stücks von Terence McNally in Heilbronn. Süddeutsche Zeitung, 9.3.2000, Seite 17
Der christliche Medienverbund Kep will dem Fernsehpfarrer Jürgen Fliege die "Ordinationsrechte" entziehen lassen; er habe in einem Interview mit dem Magazin Penthouse eine vulgäre Ausdrucksweise verwendet. Süddeutsche Zeitung, 17.6.1999, Seite 23
Das Erzbischöfliche Ordinat München will ein Verbot des "Jesus look alike-contest" in der Münchner Szene-Kneipe Substanz (geplant: Samstag 19.12.1998) erreichen. Die Nachahmung Jesus ist also den Erzkatholiken ein Dorn im Auge. Es fordert außerdem die Süddeutschen Zeitung, die ein Foto vom letztjährigen Wettbewerb gebracht hatte, zu einer Entschuldigung auf. Süddeutsche Zeitung 19.12.1998
Auftrittsverbot für Liedermacher Hans Söllner durch Leonhard Gruber, Polizeidirektor Passau Auftrittsverbot für Hans Söllner auch in Simbach. Die Begründung ist grotesk. Das für den 25.9.1998 geplante Konzert in Simbach wurde zensiert, da der Ort ein Brennpunkt der Drogenszene sei. Süddeutsche Zeitung, 3.9.1998 S.L10 – soellnerHans Söllner Website
Auftrittsverbot für Liedermacher Hans Söllner durch Ralf Felber, Ansbacher OB
Ein für den 26.9.1998 in Ansbach geplantes Konzert wurde von Ralf Felber, SPD, OB von Ansbach, verboten. Er will Ansbach nicht mit dem Liedermacher, "bekannt für derbe Scherze und eher unkonventionelle Wortwahl" (SZ, 21.8.98), in Verbindung bringen.
Süddeutsche Zeitung und Münchner Merkur, 21.8.1998

 Auftrittsverbote Zensur
Email  zurück zur Homepage  eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 21.12.2007