Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Rushdie
Zensur gegen Sir Ahmed Salman Rushdie: The Satanic Verses
Religiöse Fanatiker von Indien, Pakistan über Iran bis nach Bayern – rushdie Linksrushdie Literatur
Der iranische Ajatollah Khomeini (1902 Chomein – 3.6.1989 Teheran) verhängte am 14. Februar 1989 eine Fatwa (religiöses Rechtsgutachten) über Salman Rushdie, einem Todesurteil gleichkommend. Begründet wurde dies mit dem Buch The Satanic Verses (siehe rushdie Literatur), da das Buch „gegen den Islam, den Propheten und den Koran“ sei. Khomeini rief die Moslems in aller Welt zur Vollstreckung auf. Auf den Autor wurde ein Kopfgeld von ursprünglich $ 150.000 ausgesetzt; es wurde bis auf $ 2,8 Millionen erhöht.
Salman Rushdie mußte sich jahrelang verstecken. Es gelang ihm, doch Unruhen im Zusammenhang mit der Fatwa kosteten vielen Menschen das Leben. In Indien starben 12 Menschen, in der Türkei 37; Rushdies Übersetzer ins Japanische und Norwegische wurden ermordet. Das Todesurteil blieb bis 1998 bestehen und wurde 2007 erneuert (rushdie Ahmad Khatami). 
Im Juni 20076 wurde Salman Rushdie auf Vorschlag des britischen Premierministers Tony Blair durch Königin Elizabeth II. in den britischen Ritterstand erhoben. Dies komme einem Versuch gleich, "Muslime zutiefst zu kränken", erklärte der Muslimische Rat Großbritanniens in London.  In Pakistan zogen nach dem islamischen Freitagsgebet am 22. Juni 2007 Tausende mit Bannern wie "Tod für Rushdie!" oder "Tod den Briten" auf die Straße.
In der indischen Stadt Srinagar zogen hunderte Menschen durch die Straßen und riefen "Nieder mit Großbritannien" und "Hängt Salman Rushdie auf".
Ahmad Khatami, ein führender iranischer Geistlicher, bekräftigte das 1989 wegen Blasphemie ausgesprochenes Todesurteil gegen den Schriftsteller bekräftigt. Die von dem verstorbenen schiitischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini erlassene Fatwa sei "weiterhin gültig" und "unverrückbar". Salman Rushdie steht seitdem wieder unter Polizeischutz.
Zahlreiche Autoren und Intellektuelle solidarisierten sich mit Salman Rushdie:
"Das ist so seit 1989, und das bleibt so: Wenn Salman Rushdie gedroht wird, wird jedem Schriftsteller gedroht. Wenn Rushdie mundtot gemacht werden soll, geht das jeden Schriftsteller an, der die Menschenrechte und Literatur verteidigt und für den die Freiheit der Kunst ein nicht verhandelbares Gut ist. Wir müssen nicht gut finden, was ein anderer sagt, schreibt, denkt – aber um unserer eigenen Freiheit willen müssen wir es ertragen. Und gerade als Schriftsteller müssen wir denen zur Seite stehen, denen das Wort verboten werden soll, gleich welcher Literatur, welcher Kultur sie angehören. Deshalb verurteilen wir die Drohungen, die anläßlich der Verleihung der britischen Ritterwürde an Rushdie von offiziellen und nichtoffiziellen Stellen im Iran und in Pakistan gegen ihn laut geworden sind."  Navid Kermani - Michael Kleeberg
Unterzeichner: Marica Bodrozic - Martin R. Dean - Ulrike Draesner - Gerd Haffmans - Joachim Helfer - Guy Helminger - Bernd Imgrund - Björn Kuhligk - Moritz Rinke - Ingo Schulze - Ruth Schweikert - Tilman Spengler - Cécile Wajsbrot
Nicht ganz so scharf, doch im selben Geiste, wurde der Kinderbuchautor Janosch im Juni 2007 von Edmund Stoiber, CSU, aus den Kinderzimmern verbannt (rushdie Literaturzensur in Deutschland).
Links
Sir Ahmed Salman Rushdie: RushdieSalman RushdieRushdieNovelist Salman RushdieRushdieWikipedia
RushdieDie satanischen Verse
rushdie Salman Rushdie: Haroun and the Sea of Stories
rushdie Satire auf Islam: Meinungsfreiheit – auf den Papst: scharfer Protest
rushdie Wider religiösen Fanatismus, Radikalismus und Fundamentalismus
Literatur
Bei Amazon nachschauen   Bei Amazon nachschauen
rushdieRushdieSalman Rushdie: The Satanic Verses. A Novel. Picador 2000. Taschenbuch, 576 Seiten rushdie
Salman Rushdie: Die satanischen Verse. Rowohlt 2006. Broschiert: 720 Seiten Rushdie
rushdie Anfang

Rushdie
Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 23.6.2007